Kopfschmerzen!

Puh, manchmal ist es noch immer unglaublich, wie solche geringen Mengen das körperliche Empfinden beeinflussen. Kopf- und Muskelschmerzen am dritten Tag. Aber in einer Stärke, die ich während meiner Kinderzeit oft erleben durfte und mich nun aus dem Bett geschmissen hat. Auch der Darm rebelliert immer wieder. Zwar kommt es nicht zum Durchfall, aber Krämpfe sind fast andauernd vorhanden. Vielleicht hilft nachher die heiße Dusche, aber damit warte ich immer, bis der letzte Reiz 15 Minuten her ist. Noch 5 Tage; das ist doch zu schaffen…

Wenn ich meinen Mitmenschen von den jetzigen Problemen erzähle oder regelmäßig zur Toilette laufe, sehen sie zwar wie schlecht es mir geht, aber sie können nicht verstehen, warum es mir so geht. “Das ist doch nur Milch (Zucker, Öl…).” Da reichen auch die schulmedizinischen Diagnosen nicht aus. Man gilt als übersensibel. Darüber rege ich mich noch immer auf. Der größte Stress löst bei mir keine Darmprobleme aus (das ist bei manch anderen Familienmitgliedern viel öfter der Fall), aber Essen nun mal schon.

So, das musste mal geschrieben werden.

Milch Ahoi!

So, nach längerer Pause fand heute der zweite Milch-DS-Morgen statt. Die Symptome in den letzten Wochen waren häufiger nicht so toll, also habe ich pausiert. Laut Institut kommt dies aber während der Systemumstellung vor und wird sich wieder bessern. Das hat mich beruhigt und ich vertrage ja auch wieder mehr Obst und Gemüse. Es gab Abende, an denen ich kaum noch Luft bekam. Einerseits durch den stark angeschwollenen, harten Blähbauch, andererseits durch Obst, das allergische Probleme machte. Eine Galia-Melone war extrem gemein zu mir und erst nach dem nächtlichen Durchfall ging es mir besser. Stunden vorher hatte ich Halsschmerzen, Schwellungen im Rachen und einen Schwangerschaftsbauch, der mich komplett unbeweglich gemacht hat, beobachten können.

Naja, sei es drum. Solche Erlebnisse sind halt der Preis und momentan geht es mir wieder besser.

“Auf in den Tag…”!

Gut geölt

Die Öl-Einnahme war nur am ersten Tag geschmacklich unangenehm, anschließend war ich scheinbar schon an die Bitterkeit gewöhnt. Zudem fühlte ich mich irgendwie besser an diesen Tagen. Im Bauch zwickt es öfter mal, manchmal auch unangenehm, aber ich habe keine Blähungen und es geht mir dennoch sehr gut. Mein Energielevel ist höher also sonst, ungewöhnlich, so kurz vor der Periode bin ich meist tagelang müde. Daher werde ich die zwei Tage Butter noch dranhängen und weiter berichten…

Getestet bislang: Weintrauben, Kiwi, halben Apfel, Schokolade, Gummibärchen, Paprika – sogar erhitzter Käse war möglich…

Olivgrün im Gesicht…

durch Olivenöl. Puh, so früh am Morgen ist das schon eine Ekelüberwindung. Es brennt schön im Rachen, so dass ein “Gute Morgen” klingt wie das letzte Röcheln am Ende des Lebenstages. Und da ich erstmal die Übelkeit, Bauch- und Kopfschmerzen kurz darauf überwinden musste, teste ich erst gleich das erste Obst: Weintrauben. Ich bin gespannt und hoffe das Beste, aber ich habe auch ein gutes Gefühl. Es scheint sich was zu bewegen…

Zuckersüß verstimmt…

Heute war der letzte “Zuckertag”. Ich habe mich dazu entschlossen, morgenfrüh mit der Öl-DS weiterzumachen und dennoch Obst zu testen. Ob ich die Buttereinnahmetage noch dranhänge entscheidet dann mein Zyklus, denn ich kann mir die Desensiblisierungen noch immer nicht erlauben, wenn ich normalerweise nur mit Schmerzmittel über die Periode hinwegkomme. Obwohl sich dahingegend schon die Symptome gebessert haben. Von wegen Endometriose. Das war die Diagnose meiner Frauenärztin, aber Cetirizin wirkt wunderbar gegen die Krampftage vor der Periode und es kann sogar diese verschieben (längstens um 10 Tage). Hier muss ich immer aufpassen, dass ich vor der Periode Schmerzmittel einnehme und das Cetirizin nicht ganz so oft, sondern erst, wenn die Blutung eingetreten ist.  Abwarten, aber eine Pause ist dann ja auch mal drin… Ich frage mich auch, ob eine Bestimmung der Schliddrüsenwerte jetzt sinnvoll ist, da ich das L-Thyroxin ja immer erst mittags einnehmen kann. Mein Hausarzt hat mir schon im Januar zur Blutuntersuchung geraten. Vielleicht frage ich da mal in der Praxis nach…Morgen wird dann getestet. Ich habe Weintrauben, Physalis, Äpfel und Kiwis zur Auswahl. Hm, da kann ich mich kaum entscheiden und ob ich so mutig bezüglich des Histamins bin? Mal schauen, vermutlich müsste mein Magen-Darm-Einzugsgebiet dafür morgen erstmal wieder netter zu mir sein.

Zuckersüßer zweiter Tag

Nun, diese Zusammenhänge lassen sich im Alltag unter Karenzkost kaum noch aufzeigen, aber mein Mann ist mittlerweile auch überzeugt von der stimmungsveränderten Wirkung (noch) unverträglicher Lebensmittel. Gerade morgens, während der Zuckereinnahme, bin ich meistens sehr aufgedreht. Dann folgte gestern Mittag eine Pestosauce, die eine richtig schlechte Stimmung und auch depressive Gedanken auslöste. Diese Achterbahnfahrten kenne ich noch aus der Kindheit und Jugend. Umso mehr war ich überrascht als sie verschwanden – nach den Diagnosen und der entsprechenden Ernährungsumstellung. Ich war ein anderer Mensch geworden und fühlte mich nicht mehr fremdbestimmt. Während der Desensibilsierungen tauchen halt wieder diese Probleme auf, aber ich verurteile mich dafür nicht mehr und sie dauern auch nicht mehr so lange an wie früher.Schmerztechnisch geht es mir wieder besser. Heute habe ich mich nicht an die KH-Regel gehalten, weil der Hunger einfach zu groß und allgegenwärtig war. Außerdem habe ich 1,5 Kilo verloren und ich möchte noch stärkeres Untergewicht vermeiden. Ich freue mich schon auf das Testen von Obst am Mittwoch und habe mir heute im Dornseifer die möglichen Testobjekte angeschaut. Soll ich dann erstmal histaminarmes Obst testen? Ich weiß es nicht genau, denn die Auswahl verringert sich damit sehr.

Die Ernährungsberaterin des Iffi hat mir gesagt, dass die Öl-Desensiblisierung von der Butter-Desensiblisierung getrennt werden kann. Eine Pause wäre also nicht schlimm. Sogar die Ölsorte ist egal, aber im Institut wird kaltgepresstes Olivenöl verwendet. Na, das hatte ich beim Test schon herausgeschmeckt: Igittigitt!

Noch ein Sprung, aber mit Anlauf

Dieses Mal sind es nur drei Tage, da die Kurve schon sehr gut aussah. Zum Glück fallen auch die zeitlichen Abstände geringer aus, so dass ich nur 4,5 Stunden desensibilisere und nicht 6 Stunden wie zuvor. Allerdings stehen mir noch einige Tage bevor und die Milch wird – laut Frau Doktor – auch größere Probleme verursachen, da meine Laktoseunverträglichkeit recht stark ist. Zusammengefasst:

3 Tage Zucker

4 Tage Öl

2 Tage Butter

8 Tage Milch

Seit den Testungen habe ich sehr starke Darmkrämpfe und wohl auch wieder Entzündungen im Enddarm, da ich regelmäßig Hametum-Zäpfchen nehmen muss, denn die helfen sehr gut und vielleicht sind es ja die letzten Probleme auf meinem Weg. Wer weiß?! Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Meine Histaminintoleranz ist  in den letzten Wochen weniger ausgeprägt gewesen – es dauerte also ein paar Monate. Allerdings schwankt diese eh immer recht stark. Trotzdem: Die letzten Wochen waren Stress pur und normalerweise verstärkt dies meine Symptome erheblich. Ich muss zwar noch hin und wieder Cetirizin-Tropfen nehmen, aber ich vertrage mehr Käseprodukte. Tomaten, Spinat und Co. sind jedoch weiterhin schwierig. Laut der Ärztin soll die Öl-Desensibiliserung hier noch mehr Erfolge “bringen”.

Jedenfalls ist es ein gutes Gefühl, noch mal in Hamburg gewesen zu sein und etwas gegen seine miese Situation unternehmen zu können. Ich bin weiterhin skeptisch (liegt an meinem Charakter, nicht an der Therapie), doch die Hoffnung ist größer als beim ersten Anlauf. Daher berichte ich nun wieder regelmäßig. Für mich waren die Berichte von Frank, Bobbing und den Anderen nämlich sehr wichtig, um eine Entscheidung zu treffen.

Der Countdown zum Frühstück läuft: Noch 2 Stunden – juhu!

Öl-Provokationstest

Der heutige Provokationstest zeigte auf, dass auch Öl eine Baustelle ist, die noch fertig gestellt werden sollte. Ich werde hierzu von zu Hause aus ausführlicher berichten. Momentan gibt es sonst noch keine weiteren Neuigkeiten.

Pfirsiche…

fühlen sich in meinem Darmgebäude wohl nicht besonders wohl und wären früher vermutlich schleunigst wieder ausgezogen, aber nun sind halt NUR NOCH Bauchkrämpfe, Blähungen und weicher Stuhl die Folge.

Gestern konnte ich mich jedoch auch nicht zusammenreißen und habe drei Stückchen Camembert mit gesalzenen Kartoffelchips gegessen. Chips vertrage ich schon lange nicht mehr, generell ist erhitztes Öl unverträglich. Zum Glück hat das Cetirizin vom Vortag noch gewirkt, aber dennoch bereue ich natürlich meinen Fehltritt. Montags arbeite ich von morgens bis nachmittags und da ich Kurse anbiete, kann ich zwischendurch keine Riesenmahlzeiten zu mir nehmen. Abends kommt dann der große Hunger, weil mir die Kalorien fehlen.

 

Eigentlich habe ich Donnerstag einen Termin bei meiner Gynäkologin, um die Blutwerte zu besprechen. Unimäßig wird dieser Termin jedoch nicht passen. Vermutlich würde selbst eine Progesteroncreme im jetzigen Zyklus nicht mehr viel bewirken, aber es mir schon ungemein wichtig, nicht immer auch schon in den Tagen vor der Periode flachzuliegen.

 

Und dann noch die große Frage: Was esse ich an der Uni, so dass ich richtig vesorgt bin und nicht wieder abnehme? Heute habe ich chinesische Glasnudeln mit Käse gegessen. Ab morgen steht endlich die Küche und ich kann dann mehr gemüselastig kochen. Nur was nehme ich mit? Ich muss unbedingt mal im Institut nachfragen, ob Mungobohnen(stärke)nudeln mit laktosefreien Produkten kombinierbar sind?

 

Uff, mein Bauch schmerzt. Es wird wohl jetzt lebenslang immer wieder solche Schmerzen geben. Der Verzicht auf Alles hat mich jedoch noch mehr geschwächt. Manchmal weiß ich wirklich nicht, wie ich alles noch bewältigen soll… und ich hoffe so sehr, dass der Pfirsich einfach ein Lebensmittel ist, das nicht “zu mir passt”. Weintrauben und Johannisbeeren waren ja in Ordnung, allerdings war hier auch die Menge geringer.

 

Ein Traum wäre es, einen ganzen Tag mal nicht mehr an die Nahrungsaufnahme zu denken. Einfach selbstverständlich Vorfreude empfinden, etwas Schmackhaftes kauen, genießen und wohlfühlen.

Schlafstörungen

Seit mindestens vier Wochen habe ich Schlafstörungen. Abends brauche ich ewig um einzuschlafen, morgens bin ich sehr früh wach. Die Schlafdauer beträgt durchschnittlich vier bis fünf Stunden. Im Moment bin ich fertig mit der Welt. Einerseits unheimlich erschöpft, weinerlich und andererseits viel zu wach, bedingt durch Bauchgrummeln und Krämpfe. Diese Woche habe ich schon zu Anfang (Sonntag auf Montag) keine einzige Minute schlafen können, obwohl ich montags dann immer einen extrem anstrengenden Tag vor mir habe. Ich habe schon überlegt, ob es mit dem Fructosekonsum zusammenhängt? Früher hatte ich andauernd solche Phasen. Ich schwitze nachts auch stark, friere tagsüber – hormonell? Am Montag muss ich unbedingt mal meine Blutwerte in Erfahrung bringen, denn die letzten beiden Tage kam ich telefonisch bei meiner Gynäkologin nicht durch.

Zurück zu Sonntag: An diesem Tag habe ich einen solchen Hunger auf bestimmte Lebensmittel gehabt. Banane, Tomaten und auf eine einzelne, laktosefreie Milchmahlzeit, die in der Mikrowelle aufgewärmt worden war. Freitag und Samstag davor gab es Rougette-Käse, der übelste Bauchschmerzen und Blähungen angerichtet hatte. Histamin oder Fructose oder …?

Am liebtsen würde ich mir ein Schlafmittel aufschreiben lassen, nur um einmal richtig erholt aufzuwachen. Mein Hausarzt hatte mir dies schon früher angeboten, aber als ich ihm erzählte, dass ich auf Beruhigungsmittel vor einer Operation paradox reagiert habe, wollte er doch nicht mehr. Damals bekam ich Valium (Diazepam), das ich drei Tage vorher nehmen sollte und welches stark dosiert war. Der Arzt meinte , dass ich davon nur noch schlafen wollen würde, weil es für mein Gewicht extra etwas höher dosiert wäre. Ab dem Tag der Einnahme war ich durchgehend wach, hatte Juckreiz am Körper und extreme Angstgedanken, da mein Herz raste. Dieses Herzrasen habe ich auch nach histaminhaltigen Lebensmitteln. Früher konnte ich keine Verbindung zwischen Mahlzeit und Herzrasen erkennen, aber als dann der HI-Verdacht auch ärztlicherseits genannt wurde, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. In den Situationen setzt mein Herzschlag immer einige Sekunden aus, um anschließend wieder loszurasen. Ein Kurzzeit-EKG hat dies auch bestätigt, aber es sollen harmlose Störungen sein, die – wie ich beobachten konnte – nach falscher Nahrung stundenlang andauern. Laut Arzt sehr unangenehm, weil sie mehrmals in der Minute auftreten. Ich habe auch keine Angst, das dann etwas passieren könnte, nur fühlt es sich so an, als ob ich einen Dauerlauf machen würde. Dabei entspannen und schlafen? – Unmöglich! Cetirizin hilft meistens. Ähnliche Probleme tauchten damals nach MCP-Tropfen, Novalgin, Diclofenac und Aspirin auf. Heute verzichte ich auf fast alle Medikamente und ja, die Operation damals fand nicht statt.                                                                 Vor der Periode habe ich das Herzrasen auch tagelang, unabhängig von der Nahrung. Ich frage mich wirklich, ob sich das jemals bessern wird? So heftig wie jetzt, hatte ich keine Symptome mehr seit der Karenz. Die fructosefreie Diät ließ mich nämlich auch auf die Histaminbomben verzichten. Jetzt sind sie wieder im Speiseplan zu finden und ich gebe mir wirklich Mühe, geduldig zu sein, aber meine Kraft ist langsam aufgebraucht und im Forum lese ich nichts von ähnlichen Problemen. Das gibt zu denken… Jedenfalls werde ich ab heute nur noch histaminarmes/freies Obst testen.

Ich bin auch wütend auf den Verlauf der letzten Wochen. Ich hätte so schön diese Therapie machen können, dann wochenlang Zeit gehabt, um auszutesten und nur durch den ungeplanten Umzug hänge ich jetzt – kurz vor dem Semesterstart – dermaßen durch. Ja, wir haben nun wenigstens eine tolle, baumangelfreie Wohnung, heiraten nächsten Monat und gesundheitlich wird sich der Umgebungswechsel auch positiv bemerkbar machen, nur momentan komme ich halt nicht weiter. Vielleicht sollte ich einfach testen, anstatt mich gedanklich im Kreis zu drehen? Es fällt schwer…